Brandwatch: Studie zu Online-Kommunikation der DAX Unternehmen 07.09.2017

Studie | Social Media | Statistik | Analyse | Online-Marketing

Quartalszahlen, Marktanalysen oder die Manipulation der Messung von Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen - die Inhalte, die online über die DAX 30- Konzerne in Online- und Social Media verbreitet werden, sind vielschichtig. Doch spiegelt sich die wirtschaftliche Strahlkraft der DAX 30-Unternehmen auch im Web wieder?

Report zum Download

Das Social Listening-Unternehmen Brandwatch beobachtete von Anfang April bis Mitte Mai 2017 die Hauptmarken der 30 DAX-Unternehmen und wertete gut 860 000 Beiträge aus, die über Social Media und Online Medien öffentlich geteilt wurden.Die Social Intelligence-Experten von Brandwatch stellten fest, dass es deutliche Unterschiede in der aktiven Social Media- Kommunikation der DAX 30-Unternehmen gibt. Nicht nur darin, welche Kanäle sie einsetzen, sondern auch, in welcher Sprache sie kommunizieren. Der Report steht zum kostenlosen Download auf der Brandwatch-Webseite nach Registrierung zur Verfügung.

Die Verteilung der Gespräche nach Kanälen
Während des Untersuchungszeitraums wurde knapp die Hälfte der Beiträge auf Twitter publiziert (42%), 21% in News-Medien und 20% auf öffentlich zugänglichen Facebook- Seiten1, 9% in Foren. Bildorientierte Kanäle wie Instagram und Video- Plattformen erzielten fast 5% des gesamten Buzz über die DAX 30-Unternehmen.

Das Ranking nach Unternehmen
ProSiebenSat.1 Media, Volkswagen, BMW, die Deutsche Telekom und Adidas sind am präsentesten im Social Buzz-Ranking. Sie bieten nicht nur Massenprodukte im B2C-Segment an, sondern bei ihnen entspricht der Unternehmensname gleichzeitig auch der stärksten Marke. Entsprechend enthalten die Gespräche über diese Unternehmen auch viel Kommunikation über die Produkte. Die Firmen, die eine Dachmarkenstrategie einsetzen, z.B. Daimler, Henkel und Beiersdorf sind mit ihrer Hauptmarke folglich schwächer online präsent. Die Diskussion im Netz und auch die unternehmenseigene Produktkommunikation beziehen sich vorwiegend auf die Einzelmarken wie Mercedes, Perwoll oder Nivea. Die Gespräche über die Einzelmarken waren allerdings nicht Teil der Analyse.

Die englische Sprache überwiegt auf Instagram
Auch große deutsche Unternehmen setzen verstärkt auf eine englischsprachige Kommunikation, besonders sichtbar ist dies bei den DAX 30-Unternehmen auf Instagram. Wie in der folgenden Abbildung deutlich wird, nutzen die meisten untersuchten Unternehmen einen englischsprachigen Account, der die Community auf der ganzen Welt anspricht. Auf Instagram werden vielschichtige Themen geteilt: von hochwertigen Produktfotos und Event-Impressionen bis hin zur Darstellung von Sponsoring-Aktivitäten und Porträts von Mitarbeitern. Auf Twitter und Facebook hingegen werden die Accounts stärker der Region angepasst, und Unternehmen agieren mit mehreren Accounts, beispielsweise speziell zum Thema Karriere oder Kunden-Service. Dennoch zeigt sich, dass sich Englisch in Social Media als Lingua Franca der Konzernkommunikation durchzusetzen scheint.

Ein Tag auf Twitter, Facebook, Instagram
Mittels einer Tagesanalyse vom 15.5.2017 konnten die Experten von Brandwatch deutlich tiefer in die Gespräche eintauchen und bemerkenswerte Unterschiede herauskristallisieren. Bei den Interaktionen auf Twitter zeigte sich, dass die Deutsche Telekom und die Lufthansa am stärksten mit ihrer Zielgruppe in Interaktion treten (Replies). Am häufigsten von der Twitter- Community erwähnt wird der Account von ProSieben. Der Top-Tweet am untersuchten Tag stammt von einem BMW-Fan. Dieser versuchte, für 100.000 Retweets einen Gratis-Wagen zu bekommen. Sein Ziel hat er nicht erreicht, dennoch führte diese Aktion für BMW zu einer zusätzlichen Reichweite von mehr als 470 Tsd. Impressions. Auf Facebook dagegen werden häufig Service- und Produktanfragen gestellt sowie Beschwerden geäußert, auf die die Unternehmen mit professionellem Community-Management reagieren. Die stärkste Interaktion mit ihrer Community (Owner Comments) pflegen die Telekom, die Deutsche Post und Volkswagen. Instagram hingegen zeigt noch eine deutlich niedrigere Frequenz der Posts. Nur acht der DAX 30-Unternehmen sind mit einem deutschsprachigen Account präsent. Und viele dieser Unternehmen posten nicht täglich bzw. in der Regel nur einen Beitrag pro Tag.

Kontakt:
Brandwatch GmbH 
Susanne Ullrich 
Schönhauser Allee 112 
D-10439 Berlin 

Tel.: +49 30 609 895 352 
E-Mail: susanne[at]brandwatch.de
Web: www.brandwatch.com