Top Facts: Das beschäftigt die Schweizer Markenmacher 23.06.2017

SCHWEIZER MARKENKONGRESS | GenZ | Influencer | Kundenbindung | Re-Branding

Der SCHWEIZER MARKENKONGRESS am 20. Juni 2017 im Dolder Grand Zürich vereinte über 450 Entscheider der nationalen und internationalen Markenwelt. Aktuelles Know-How und neueste Trends rund um die Markenführung und –positionierung wurden präsentiert. Die wichtigsten Erkenntnisse des Kongresses zusammengefasst:


Influencer: „Emotion beats Data“
Die Menschen wollen Informationen überall und zu jeder Zeit verfügbar haben, aber ungezwungen und „emotional verpackt“. Mit der Kampagne #MYLIFEMYRULES setzt Emmi auf Influencer-Marketing im Fashion-Bereich und bei Musik-Festivals. Diese Entscheidung zur Kampagne fiel unter anderem deswegen, „weil weniger als ein Prozent der Millenials noch auf traditionelle Werbung ansprechen“, so Silvana Gmür, Head Market Insight, Emmi.
Auch Fanta setzt mit der „Teen Marketing Squad“ auf Influencer-Marketing. Das ungewöhnliche Konzept sieht vor, dass sieben auserwählte Social Media – Stars aus der Schweiz Content für Fanta kreieren und das Marketing digital mitgestalten. Der Ansatz verfolgt den Gedanken „von Teens für Teens“ – mit zählbarem Erfolg. Alleine mit den sieben Influencern und durch die Fan-Interaktion bei den Video-Posts erreichte Fanta über 3,7 Millionen Menschen.

Interaktion: „Wenn meine Generation es mag, ist es falsch“
Mit Gaming reagiert die Schweizer Grossbank UBS auf das veränderte Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen. Laut Dr. Daniel Fischer, Head of Marketing, UBS Schweiz, definiere die „Generation Z“ im Online-Angebot selbst, mit welchen Brands sie sich auseinandersetzt und welche keine Relevanz haben. Für Fischer ist insbesondere der Gaming-Ansatz ein entscheidender Erfolgsfaktor. Das kürzlich gelaunchte Online-Spiel „Star Manager“, in dem Jugendliche die Rolle als Manager eines Musikers übernehmen und ihr Finanzkönnen unter Beweis stellen, basiert auf dieser Idee. Mit Erfolg, wie die Zahlen beweisen. Fast 18.000 Personen nahmen teil, über 21.000 Mal wurde die Kampagne auf Social Media geteilt. Die UBS durfte sich im Vergleich zum Vorjahr über mehr als zehn Prozent zusätzliche Bankpaket-Abschlüsse in der jungen Zielgruppe freuen.

Kommunikation: „Wir bowlen nicht mehr, wir flippern“
Die Vielzahl an Kommunikationskanälen erfordert ein neues Plattform-Denken, so Roman Reichelt, Head of Marketing/Communications, Migros. Dabei verglich er die heutige Geschwindigkeit in der Kommunikation mit der eines Flippers, während man früher noch gemütlich bowlen konnte. Die Migros habe das „Titanic-Problem“ erkannt: „Alles scheint perfekt und man fühlt sich unzerstörbar – aber das dachte man von der Titanic auch“. Heute müsse im Marketing vieles parallel und oftmals ohne lange Planung durchgeführt werden. Dazu hat die Migros das „6S-Prinzip“ eingeführt: Storytelling, Science, Speed, Synergies, Simplicity und Substance. Jede Kampagne muss alle sechs Punkte erfüllen, bevor sie der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Kundenbindung: „29,5 Jahre in der App verbracht“
„Die digitalen Ansprüche der Kunden seien komplexer geworden eröffnen aber gleichzeitig neue Kooperationsmodelle“, sagte Reto Gurtner, VR Präsident, Weisse Arena Gruppe. Mit „INSIDE LAAX“ hat die Wintersportregion Laax eine App initiiert, welche digitale User Experience und individuelle Kommunikation mit den Kunden ermöglicht. Die Kunden können dabei gezielt mit Informationen beliefert werden, je nachdem in welcher Skiregion sie sich gerade befinden. 60 000 App – User verbrachten seit Oktober 2016 rund 30 Jahre in der App und sorgten für 2,6 Millionen CHF an Zusatzeinnahmen. Eine wichtige Erlösquelle in Zeiten, in denen innerhalb der letzten sechs Jahre 53% der Schweizer Gäste in österreichische Skigebiete abwandern, so Gurtner.

Re-Branding: „Uns kannte keine Sau, daher hatten wir auch keine Kunden“
Im Zuge einer Wachstumsstrategie fand im Mai 2017 der Launch der Bank Cler (aus dem rätoromanisch: klar, deutlich), statt. Einfachheit, Convenience und Dynamik soll verkörpert werden. Der neu lancierte Brand, früher Bank Coop, setzte gleich zu Beginn mit optisch auffälligen Plakaten auf eine reichweitenstarke Kommunikation. Mit dem Claim „Zeit, über Geld zu reden. Zeit für eine neue Bank“ positioniert sich die Bank Cler im Markt. Durch digitale Angebote und moderne Geschäftsstellen will man neue Bedürfnisgruppen erschliessen und bestehende Kundengruppen erweitern. Der gesamte Re-Branding-Prozess begann im März 2016 und wurde nach insgesamt 36 Teilprojekten am 20. Juni 2017 offiziell gelauncht.

Über den SCHWEIZER MARKENKONGRESS:
Der SCHWEIZER MARKENKONGRESS vereint jährlich über 450 Teilnehmer in Zürich. Entscheider der Markenwelt nationaler und internationaler Unternehmen tauschten sich zu aktuellen Themen der Markenführung aus. Im Programm am 20. Juni 2017 standen ausserdem Heineken, edding, Kambly, Coop, Ford, uvm. Die vielfältige Teilnehmerschaft setzte sich aus B2B- und Markenunternehmen, Agenturen und Dienstleistern sowie Medienvertretern, Institutionen, Stiftungen und Verbänden zusammen.

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